![]()
fotografiert von Josupewo via www.pixelio.de
„In der Natur atmet alles: die Blumen, die Bäume, die Ozeane, ja
selbst die Steine… Ihr entgegnet: »Aber man kann sich das
Phänomen der Atmung doch nicht außerhalb der Lungen vorstellen!«
Warum nicht? Das Leben braucht nicht unbedingt die gleichen
Organe, um die gleichen Funktionen auszuüben. Schaut einen Baum
an, er hat weder Lungen, noch einen Magen, er hat keine Leber
und keinen Darm und dennoch atmet er, er ernährt sich, er
assimiliert, scheidet aus und pflanzt sich fort. Und oft lebt er
sogar länger als der Mensch! Er widersteht Unwettern, er trägt
duftende Blüten und Früchte. Der Mensch hingegen ist mit all
seinen Fähigkeiten so zerbrechlich, dass ein Nichts ihn
umbringen kann.
Die meisten Menschen machen sich von der Natur eine falsche
Vorstellung. Ihrer Meinung nach muss man so gebaut sein wie sie,
um wirklich lebendig und intelligent zu sein. Aber die Natur
lacht über ihre Meinungen und Systeme. Für sie ist es nicht
nötig, Lungen zu haben, um zu atmen, oder ein Gehirn, um
intelligent zu sein. Sie hat das Leben in einer solchen Vielzahl
von Formen geschaffen, dass wir niemals aufhören werden, sie zu
entdecken.“
Quelle: Omraam Mikhaël Aïvanhov